Cremehonig herstellen
Grundsätzlich kandiert jeder Honig. Das bedeutet, der Honig wird im Glas hart und dadurch schwer zu streichen. Wie schnell es geht, bis Honig kandiert, hängt stark von der Sorte und der Lagerbedingung ab. Blütenhonig kann innert wenigen Tagen nach der Ernte kandieren. Bei Blatthonig kann es mehrere Monate dauern.
Cremehonig wird aus Blütenhonig hergestellt. Dadurch bleibt der Honig streichbar. Dafür wird der Blütenhonig wie gewohnt geerntet. Nach dem Schleudern wird der Honig gesiebt, geklärt, abgeschäumt und in einem lebensmittelechten Eimer kühl gelagert. Der Honig wird im Eimer kandieren.
Eine Möglichkeit, Cremehonig herzustellen wäre, den Honig mit bereits feinkristallinem Honig zu impfen. Dadurch startet der Kristallisationsvorgang schneller und es werden kleinere und feinere Kristalle gebildet. Die Ergebnisse davon sind allerdings nicht überzeugend.
Franz Berger zeigte uns, wie man Cremehonig durch Rühren herstellen kann. Dazu wird ein Eimer mit kandiertem Honig aus dem Keller über einen Tag auf 28 °C bis 30 °C aufgewärmt. Der Honig soll dadurch nicht flüssig, sondern lediglich weicher werden. Der erwärmte Honig muss vor dem Rühren noch einmal abgeschäumt werden. Mit einem Spachtel oder Gummischaber gelingt das ausgezeichnet. Nun muss der warme Honig für drei bis vier Minuten gerührt werden.
Wichtig:
Verwende ein rostfreies Rührwerk. Benutze eine hochwertige Bohrmaschine mit kleiner Drehzahl und grossem Drehmoment. Nach dem ersten Rührdurchgang wird der Honig für weitere 24 h bei 28 °C bis 30 °C gelagert. Der Honig kann jetzt noch einmal abgeschäumt werden. Danach muss der Honig erneut für drei bis vier Minuten gerührt werden. Nach dem zweiten Rührvorgang ist der Honig bereit zum Abfüllen. Am besten wird der Honig noch warm abgefüllt.
Anschliessend haben wir unterschiedliche Honigmuster von verschiedenen Mitgliedern probiert.
Erfahrungen austauschen:
Franz: hat Mausegitter montiert. Er konnte im Herbst viel Räuberei beobachten. Jetzt ist Zeit, um Waben vorzubereiten und Material zu reparieren.
Christian und Monika: Aufräumen
Jürg: Keile ziehen, damit es in den Kästen nicht schimmelt.
Jürg: Stellt noch Resultate vom Varroazählen vor. Von 196 ausgezählten Völkern mussten fünf aufgrund des hohen Milbenfalls Notbehandelt werden.
Paul: Nach der zweiten Ameisensäurebehandlung sind mehr als 10 Milben pro Tag gefallen. Nach einer Notbehandlung fielen noch einmal 500 Milben. Fazit: nur dank Kontrolle festgestellt und Volk gerettet.
Ernst: Mit einer Königin von Franz einem weisellosen Volk geholfen. Hat gut funktioniert.
Peter: 4 x Stossbehandlung durchgeführt: Resultat schlecht. Im Oktober war ein Volk leergeflogen und 8 mussten notbehandelt werden.
Diana: Hat zwei Völker mit dem Nassenheider Verdunster.
Themenvorschläge für nächstes Jahr: